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TSV 1865 Dachau: "Wenn der Ligabetrieb wieder erlaubt ist, sind wir startklar"

Dachau - Knappe zwei Monate lang ruhte der Fußball an der Jahnstraße in Dachau aufgrund der pandemiebedingten Situation. Seit dem 13. Mai durfte der Ball beim TSV Dachau 1865 unter strengen Corona-Auflagen wieder rollen. „Gefühlt waren wir die Ersten, die mit dem Trainingsbetrieb für die komplette Fußballabteilung gestartet sind“, blickt Teammanager der Bayernligamannschaft und 1. Abteilungsleiter Ugur Alkan zurück.


Ein interner Corona-Leitfaden sowie ein Trainingsbelegungsplan ermöglichte es jedem Team mit der vom Bayerischen Fußballverband (BFV) vorgegebenen Anzahl an Spielern einmal pro Woche unter den bestmöglichen Bedingungen zu trainieren. Auch die Wochenenden konnten optimal genutzt werden. „Uns war es wichtig, dass wir, wenn wir Training anbieten, das allen Mannschaften ermöglichen. Ein großes Lob geht hier auch an alle unsere Trainer, die das bis jetzt sehr gut gemeistert haben“, so Alkan.

Auch die erste Mannschaft um Spielertrainer Fabian Lamotte nutzte das Angebot, fand sich einmal pro Woche zusammen. „Das Fazit ist gut bis jetzt. Wir halten uns an die Auflagen und haben Spaß am Kicken“, resümiert er. Seit dem 8. Juli ist nun auch Kontaktsport im Training wieder erlaubt. Die Stimmung im Team sei gut, sagt Lamotte. In den kommenden Wochen soll das Trainingspensum im Hinblick auf die restlichen Spiele der Bayernliga-Saison 2019/20 gesteigert werden.


Saison 2019/20: Ligabetrieb soll frühestens ab September fortgesetzt werden

Den Beschlüssen des BFV entsprechend wurde die Saison 2019/20 im Herrenbereich unterbrochen und soll frühestens ab September fortgesetzt werden. Dementsprechend wurde die Saison bis 30. Juni 2021 verlängert. Der TSV Dachau 1865 hat somit noch insgesamt elf Spiele in der Bayernliga Süd zu bestreiten, hinzu können – je nach Qualifizierung – Toto-Pokal-Spiele kommen.


Wie es in einer Mitteilung des BFV heißt, soll ein „Zusatzangebot zum regulären Ligen-Spielbetrieb“ angeboten werden. Klar sei, „dass dieser zusätzliche Wettbewerb einen sportlichen Wert und damit eine Attraktivität besitzen muss und darüber hinaus Spielzeit für die Vereine bietet“, heißt es weiter. Laut BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher könnte das „beispielsweise ein modifizierter Pokalwettbewerb mit Gruppenspielen oder aber auch eine Art Play-off-Runde sein“.


Teammanager Ugur Alkan: "Wenn der Ligabetrieb wieder erlaubt ist, sind wir startklar"

All das steht jedoch pandemiebedingt unter einem großen Fragezeichen, wie auch Ugur Alkan weiß. „Einen fixen Plan gibt es noch nicht, nur Gerüchte. Wir gehen davon aus, dass es Anfang September los geht. Man muss immer daran denken, dass wir von einem Virus reden, durch den etliche Menschen erkrankt und gestorben sind. Die Regierung macht eine top Arbeit. Wenn der Ligabetrieb wieder erlaubt ist, sind wir startklar.“


Fakt ist jedoch schon eines: laut dem Beschluss des Bayerischen Fußballverbandes wird es keine Saison 2020/21 geben. „Das Fairste war es natürlich, dass die aktuelle Saison zu Ende gespielt wird", sagt Alkan. Dass dadurch die Saison 2020/21 nicht gespielt werde, damit habe keiner gerechnet, so der 65-Teammanager weiter. „Es wäre schon gut gewesen, das bei der Abstimmung des BFV zu wissen. So hätte vielleicht der ein oder andere anders abgestimmt.“ Auch Fabian Lamotte hätte eine andere Lösung bevorzugt. Entsprechend habe man auch abgestimmt. „Aber es ist so wie es ist“, sagt er, „das angebotene Restprogramm des BFV ist ansprechend und gewährleistet einen fairen Wettbewerb. Dass irgendeine Saison ins Wasser fällt, war nicht zu vermeiden.“


Transfers beim TSV Dachau: Florian Mayer wechselt an die Jahnstraße

Für das „Team65“ um Fabian Lamotte soll es keine allzu großen Veränderungen geben. „Wir wollen mit dem gleichen Team auch die restliche Saison zu Ende spielen“, erklärt Alkan. Die letzten internen Gespräche laufen. In der Zwischenzeit verkündete der TSV Dachau, dass Florian Mayer vom TSV Landsberg an die Jahnstraße wechselt. Der 28-Jährige soll die Abwehr verstärken.


Fotos und Text: Michelle Brey

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